Igelige Morgenrituale

Igel

Ein kleiner Igel fühlt sich seit einiger Zeit in unserem selbst gebauten Igelhaus heimisch.

In den frühen Morgenstunden lässt er sich manchmal beobachten: Zwischen den dichten Pflanzen in der Nähe seiner Hütte hört man ihn schnauben, prusten und rumoren. Er ist oft nicht zu entdecken, denn dort wächst der Rhabarber derzeit so groß und wuchtig, dass er den Igel vollständig versteckt. Aber wenn wir doch einen Blick auf ihn erhaschen, sehen wir ihn mit seiner feinen Nase zwischen den Blättern herumschnuppern auf der Suche nach Leckerbissen. Bis er dann irgendwann wieder in den schattigeren Bereich der Hecke verschwindet, um nach einer langen Nacht etwas Ruhe zu finden.

Igelhaus
Trautes Heim, Glück allein – unser Igelhaus

 

 

Gartenteich – lange geplant, endlich angepackt

Gartenteich mit Teichwanne

Seit langer Zeit träumen wir davon, doch immer musste dieses Projekt aus dem einen oder anderen Grund warten.
Unverhofft kamen uns jetzt der Zufall zu Hilfe und ein freundlicher Mensch, der uns für einen Appel und ein Ei seine gebrauchte Teichwanne überließ. Diese Gelegenheit mussten wir natürlich beim Schopf packen. „Gartenteich – lange geplant, endlich angepackt“ weiterlesen

Die Aliens im Auwald

Schwefelporling

Fremdartige Türme und bizarre Formen. Verwinkelte Gassen und Schluchten. Dazwischen wandern stumm die seltsamen Bewohner umher. Man könnte meinen, man würde in eine Stadt von Aliens blicken im Sonnensystem von Alpha Centauri.

Doch weit gefehlt, es ist der Auwald entlang der Salzach. „Die Aliens im Auwald“ weiterlesen

Die dunkle Seite des Gartens

Es begann alles vor Jahren mit einem Schrei nachts vor dem Schlafzimmerfenster, der uns jäh hochschrecken ließ. Es war ein schrilles Kreischen und so laut, dass unsere Herzen wild klopften. Aber welches Tier wohl der Verursacher war, konnten wir niemals herausfinden.

Auch konnten wir in der Vergangenheit manchmal Rufe von Eulen im Garten hören oder sogar das ein oder andere Gewölle finden – gesehen haben wir sie aber nie.

All dies erzählte ich einmal einer lieben Verwandten und als Ergebnis überraschte man mich zu meinem Geburtstag mit einer Wildkamera. Damit sollte meine Neugier darüber, wer und was nachts durch unseren Garten geisterte, gestillt werden.

Die Kamera ist seit letztem Frühling im Einsatz und sie ist ein wirklich nettes Spielzeug. Die Nachtaufnahmen sind nicht gestochen scharf, reichen aber für unsere Zwecke voll und ganz aus. Doch ich will euch nicht länger auf die Folter spannen, hier ist ein kleiner Teil unserer Foto-Ausbeute aus der Finsternis: „Die dunkle Seite des Gartens“ weiterlesen

Neulich in den Bergen

Berge

Es ist Sommer und das Wetter meint es oft genug gut mit uns. Das bedeutet, dass wir viel draußen unterwegs sind. Mit den Alpen quasi vor der Haustür liegt es natürlich nahe, wohin es uns zieht. Also werden bei Wochenende und blauem Himmel die Rucksäcke gepackt und es geht los.

Für mich jedes Mal aufs Neue faszinierend ist die Flora und Fauna, die einem begegnet. Ich kann noch so sehr versuchen, die Artenvielfalt im Garten zu fördern – an die hier draußen in freier Wildbahn kann ich niemals herankommen. Aber seht selbst: „Neulich in den Bergen“ weiterlesen

Invasion der Distelfalter

Distelfalter am Sommerflieder

Wo kommen die nur alle her?
Wo ich draußen auch gehe und stehe, bin ich quasi umzingelt von ihnen. Sie sitzen auf Blüten und Blättern, sonnen sich an der Hauswand, schwirren um meinen Kopf herum.

Wie mir neulich zu Ohren kam, wurde selbst im Radio über das derzeitige Massenauftreten der Distelfalter berichtet. Es muss wahrhaftig ein gutes Jahr für sie sein.

Ich freue mich jedenfalls, dass ich im Moment so viele der großen, hübschen Schmetterlinge beobachten kann. Besonders an den Blüten des Sommerflieders kann man ihnen von früh bis spät zusehen, da wimmelt es geradezu von ihnen.

Distelfalter

Kugeldisteln: Das Buffet ist eröffnet

Bienen an Kugeldisteln
Echinops ritro

Unsere Kugeldisteln öffnen ihre Blüten. Für Insekten ist das in etwa das Äquivalent eines All-you-can-eat-Buffets. Dementsprechend groß ist die Horde hungriger Nektarsammler, die sich nach ihrem Aufblühen einfindet. „Kugeldisteln: Das Buffet ist eröffnet“ weiterlesen

Hornissen und ihre Liebe zum Flieder

Hornisse (Vespa crabro)Neulich im Vorbeigehen konnte ich einen einzelnen Satz aus einem Gespräch aufschnappen: „Wir können nicht auf der einen Seite die Bienen retten wollen und auf der anderen Seite die Hornissen ausrotten.“ Ein wahres Wort und passend zu der Begebenheit aus unserem Garten, von der ich heute erzählen möchte. „Hornissen und ihre Liebe zum Flieder“ weiterlesen

Hummelschwärmer gesichtet

Hummelschwärmer
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Das Taubenschwänzchen kennt fast jeder. Wie ein Kolibri summt es jetzt im Sommer zwischen den Blüten hin und her und saugt dabei im Flug Nektar mit seinem langen Rüssel. Dabei ist es aber natürlich kein Vogel, sondern ein Schmetterling aus der Familie der Schwärmer.

Aber hoppla, wer war da neulich bei uns am Sommerflieder unterwegs? Grün statt braun? Das konnte kein Taubenschwänzchen sein!

Ein Hummelschwärmer war’s. Ein passender Name, denn seine Lautstärke im Flug erinnert tatsächlich an die einer dicken, fetten Hummel. Ein wahrer Prachtkerl mit seiner olivgrünen Farbe und seinen rot umrandeten Flügeln!

Schwalbenschwanz-Kinderstube

Raupe Schwalbenschwanz
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Der Schwalbenschwanz ist ein Heimlichtuer. Er lässt sich nur höchst selten bei uns im Garten blicken. Aber dennoch finde ich jedes Jahr seine Raupen. Ganz heimlich still und leise muss er also hier seine Eier legen.

Ich hätte mehrere geeignete Pflanzen für ihn im Angebot, zum Beispiel etliche wilde Möhren. Der Fenchel ist aber sein auserkorener Liebling, nur ihn sucht er sich als Kinderstube für seinen Nachwuchs aus.

Heuer haben wir leider nur eine relativ kleine Fenchel-Pflanze. Ich kann nur hoffen, dass die Raupen davon satt werden. Aber sie sehen eigentlich schon groß und gut genährt aus: Die anfangs kleinen, dunklen Tierchen haben sich zu dicken, grünen (oder weißen) Brummern entwickelt. Es sind wirklich prächtige Raupen, passend für einen so hübschen Schmetterling.

Zum Schluss noch ein Foto vom Schmetterling selbst. Es stammt nicht aus unserem Garten, sondern aus Südfrankreich. Dort waren die Falter weniger fotoscheu und ließen sich an diversen Stellen von mir ablichten.

Schwalbenschwanz

Der Garten hat sich rosa angezogen

Rosenkäfer in Hortensienblüte
Diese Hortensie ist nicht steril wie viele Züchtungen, hier findet sich Nahrung für Insekten – so wie für den Rosenkäfer im Bild.

Im Frühling trug unser Garten ein komplett blaues Kleid, doch nun für den Sommer hat er sich umgezogen. Rosa ist die Farbe der Saison. Wo ich auch gehe und stehe, diese Farbe ist allgegenwärtig. Selbst der Gemüsegarten passt sich dem allgemeinen Schauspiel an mit den Blüten der Bohnenranken und vereinzelter Radieschenblüten. „Der Garten hat sich rosa angezogen“ weiterlesen