Waschmittel aus Kastanien

Kastanienwaschmittel

Ich gestehe es:
Wenn es um Kastanien geht, bin ich kein Stückchen erwachsen geworden.

Jeden Herbst, wenn sie endlich von den Bäumen fallen, freue ich mich wie damals in meiner Kindheit. Und seit all diesen Jahren habe ich eine persönliche Tradition: Von den ersten gefundenen Kastanien suche ich mir eine besonders interessante aus, die als Handschmeichler in meiner Jackentasche landet. Dort freut sie mich, so oft sie mir in die Finger gelangt, und begleitet mich bis weit in den nächsten Frühling hinein, bis schließlich steigende Temperaturen die Jacke überflüssig machen.

Das Sammeln der Kastanien unternehme ich heute zusammen mit meinen Kindern, die nicht weniger begeistert sind als ich. In der angenehmen Wärme der Herbstsonne ziehen wir los, durch goldenes, raschelndes Laub und suchen unsere Beute. Danach kann mit den Kastanien nach Herzenslaune gespielt, gebastelt und dekoriert werden.

Aber es gibt da noch eine andere Verwendungsmöglichkeit von Kastanien, wie ich vor längerer Zeit fasziniert herausfand: Sie enthalten Saponine und erzeugen ein hervorragendes Waschmittel. Drei bis fünf Kastanien, klein geschnitten und zumindest grob geschält, gebe ich dafür über Nacht in ein Marmeladenglas voller Wasser. Am nächsten Tag ist die Flüssigkeit im Glas milchig und schäumt. Sie kann einfach abgegossen werden und ist bereit für die Wäsche.

Duft und Wasserenthärter sind freilich noch nicht enthalten, es handelt sich ja schließlich um kein Vollwaschmittel aus dem Supermarkt. Das Kastanienwaschmittel hält sich auch nur wenige Tage frisch. Aber ich bekomme mit ihm meine Wäsche gut sauber, selbst die Gartenhosen der Kinder. Meistens zumindest… 😉

 

Selbstgemachtes Kastanienwaschmittel

 

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Ein Unterschlupf für den Igel

Igelhaus

Der Herbst ist eine betriebsame Zeit im Garten. Es ist viel zu tun, bevor der Winter kommt: Neue Sträucher können gepflanzt werden, alte werden zurückgeschnitten, welkende Stauden und gefallenes Laub verlangen nach Aufmerksamkeit. Aber in diesem Herbst nahm ich mir nicht nur für meine Pflanzen Zeit, sondern konnte auch endlich ein Projekt für Tiere umsetzen, das ich schon lange im Sinn hatte.

Zwischen zwei besonders dichten Sträuchern unseres Gartens ist ein meiner Ansicht nach idealer Ort für einen Igel-Unterschlupf. Dichte Zweige schirmen die Stelle nach fast allen Seiten gut ab und halten sie erstaunlich trocken. Also nahm ich mir alte Pflanzsteine, Platten und Natursteine zur Hand und schuf dort diese Höhle.

Versteckt hinter den Steinen stützt ein abgewinkeltes Stück Metall die Steinplatte über dem Eingang, damit diese nicht einstürzt. Darunter führt der Weg im 90°-Winkel in die Höhle hinein, dadurch soll Katzen der Zutritt erschwert werden.

Damit das kleine Haus auch zur kalten Winterszeit möglichst behaglich ist, dichtet ein Streifen aus robuster Teichfolie die Ritzen ab und das Innere ist mit trockenem Moos und Laub gepolstert.

In den nächsten Tagen werde ich die Stabilität nochmals überprüfen und die Isolierung optimieren. Danach bleibt nur zu hoffen, dass einer der Igel, die durch unseren Garten streifen, mit dem Unterschlupf etwas anfangen kann. Dies ist mein erster Versuch, etwas Derartiges zu bauen – mal sehen, ob die Igel damit einverstanden sind…

Buchsbaum ade

Buchsbaum

Es war einmal eine nette kleine Beeteinfassung aus Buchs.
Im Sommer wie im Winter sah sie schön aus, dunkelgrün und glänzend. Praktisch war sie auch: Zuverlässig und standhaft hielt sie alle Fußballschüsse der Kinder (zumindest die niedrigen) von den dahinter liegenden Stauden ab.

Aber dann zeichnete sich schon früh in diesem Sommer ein drohendes Unheil ab: Abends zogen die Lichter an unserem Haus große Mengen schwarz und weiß gefärbter Nachtfalter an. Ich kannte die Art und mir schwante nichts Gutes. „Buchsbaum ade“ weiterlesen

Ein Meer von Zwetschgen

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Ich sah in den vergangenen Wochen nur noch blau im Garten!
Einige Jahre hatten wir eher geringe Ernten; in einer Saison gab es gar insgesamt nur fünf Früchte, das bedeutet nur eine einzige für jeden in der Familie.
Aber dieser Sommer macht das alles mehr als wett! Unser Zwetschgenbaum trägt heuer eine Rekordernte und seine Äste ächzen unter der Last. Wir hätten mitzählen sollen, wie viele Wäschekörbe voller Zwetschgen es waren, die wir bislang geerntet haben. Pflücken, pflücken und nochmals pflücken – und noch immer hängen weitere Früchte am Baum! Da stellt sich uns die drängende Frage:

Wohin mit all den Zwetschgen?

So lecker sie auch sind, man kann diese Massen einfach nicht roh und frisch vom Baum essen. Nach dem einen oder anderen Brainstorming fand unsere blaue Flut auf folgende Art und Weisen eine sinnvolle Verwertung: „Ein Meer von Zwetschgen“ weiterlesen

Essig mit Kräutern und Kornelkirschen

Selbstgemachter Kräuteressig und Kornelkirschenessig

Wenn die Kornelkirschen reif werden, ist es für mich an der Zeit, mein Essig-Sortiment zu erweitern. Jedes Jahr mische ich mir mit besagten Früchten und meinen sonnengereiften Kräutern aus dem Garten die unterschiedlichsten, leckeren Sorten zusammen.

Auch heuer ist es wieder soweit. Dieses Mal verwende ich dafür erstmals verdünnte Essigessenz (1 Teil mit 25%iger Säure zu 4 Teilen Wasser), während ich früher primär zu Apfelessig gegriffen habe. Ich bin gespannt, ob die Essenz dem Apfelessig das Wasser reichen kann und ebenso gut schmecken wird!  „Essig mit Kräutern und Kornelkirschen“ weiterlesen

Hochzeitsnacht der Tigerschnegel

Tigerschnegel

Ich hatte zwar davon gehört, es aber zuvor niemals selbst gesehen.
Doch neulich Nacht wurde ich dann gleich zweifach Zeugin der ganz besonderen Paarung der Tigerschnegel.

Was daran so besonders sein soll, fragt ihr euch? Ich möchte es euch gerne verraten, doch zunächst eine kleine Warnung: Wer beim Anblick von Nacktschnecken eher Ekel empfindet, sogar bei dieser hübsch gemusterten Art, der liest ab hier am besten nicht weiter. Für alle anderen… „Hochzeitsnacht der Tigerschnegel“ weiterlesen

Syrische Erfrischung: Limun bi Nana

Limun bi nana

Vor vielen Jahren, als die Zeiten noch ruhig und friedlich waren, unternahm ich eine Reise ins ferne Syrien. Davon mitgenommen habe ich unter anderem viele Erinnerungen an Wüste, Altertümer, freundliche Menschen, köstliche Datteln, Palmen, Orangenbäume, lebhafte Souks und ein herrliches Erfrischungsgetränk.

Limun bi Nana bedeutet soviel wie Zitrone mit Pfefferminze, erklärte man mir damals. Ich muss gestehen, dass ich weder ein Rezept noch Gewissheit über die korrekte Schreibweise von meiner Reise mitgebracht habe. Aber ich kenne ja die Zutaten und weiß, wie es schmecken soll – das Getränk ist also einfach und schnell nachgemacht. Minze gibt es ohnehin im Überfluss in unserem Garten und bei der momentanen Hitze ist ausreichendes Trinken bekannterweise oberstes Gebot. „Syrische Erfrischung: Limun bi Nana“ weiterlesen

Frisch und knackig: Leckeres aus dem Sprossenglas

Keimlinge im Sprossenglas
Gekeimter Daikon-Rettich, gezogen im selbstgemachten Sprossenglas

 

Sommerzeit ist Salatzeit!

Als Beilage, als Hauptgericht, beim Grillfest oder als kleiner Snack zwischendurch: Wenn die Temperaturen steigen ist so ein kühler, leichter Salat eine wunderbar willkommene Mahlzeit. Außerdem boomt im Garten das Gemüse und wächst fast schneller, als wir es essen können. Gurken, Tomaten, Bohnen und mehr sind jetzt mit Sonne vollgetankt und maximal schmackhaft.

Um so einen sommerlichen Garten-Salat aufzupeppen, liebe ich Sprossen!
Früher einmal hatte ich dafür einen Keimturm aus Plastik, doch nach vielen Jahren der Benutzung war er irgendwann reif für die Tonne. So zu hundert Prozent war ich ohnehin nie glücklich mit ihm. Trotzdem wollte ich nun wieder frische Sprossen genießen. Einige geeignete Samen waren auch schnell gekauft, aber… „Frisch und knackig: Leckeres aus dem Sprossenglas“ weiterlesen

Klein. Kleiner. Mexikanische Minigurke.

Mexikanische Minigurke

Ich möchte euch heute eine Gemüsepflanze zeigen, die ich besonders gerne mag:
Die mexikanische Minigurke sieht aus wie die Miniaturausgabe einer Wassermelone. Sie hat den frischen, leicht säuerlichen Geschmack einer Gurke und kann mitsamt Schale gegessen werden.

Dieses leckere Kürbisgewächs ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Gemüsesortiments in unserem Garten. Je nach Witterung und Zeitpunkt der Pflanzung sind die ersten Früchte ab circa Juli reif und die Ernte geht ab da bis in den Herbst hinein. Vor allem die Kinder sind begeistert: Diese Gurken in Häppchen-Größe sind ein idealer kleiner Snack für zwischendurch. „Klein. Kleiner. Mexikanische Minigurke.“ weiterlesen

Meine besten Bienenweiden im Juli

Kugeldistel - Bienenweide im Juli

Der Sommer erreicht seine Höchstphase, dementsprechend gut sieht es daher in diesem Monat mit Bienenweiden aus. Einige ganz besonders gute Trachtpflanzen für Bienen und ihre wilderen Verwandten öffnen nun ihre Blüten.

Natürlich sind die Bienenweiden des Vormonats noch nicht alle verblüht: Lavendel, Borretsch, Steppensalbei, Färberkamille, Zwiebel und Phacelia halten auch im Juli noch ihr reiches Nahrungsangebot bereit. Aber einige Pflanzen sind neu hinzugekommen: „Meine besten Bienenweiden im Juli“ weiterlesen

Sooooo lecker: Japanische Weinbeeren

Japanische Weinbeeren auf Törtchen
Egal ob frisch vom Strauch genascht oder auf einem Törtchen, diese Beeren schmecken uns immer!

Die Zeit der meisten Beeren im Garten ist nun vorbei. Fast alles ist abgeerntet, verspeist und/oder eingekocht. Doch das Beste kommt zum Schluss: Endlich ist es wieder soweit, unsere japanischen Weinbeeren sind reif!

Sie sind fruchtig, süß und saftig. Die Kinder haben sie schon sehnsüchtig erwartet und schlagen sich nun die Bäuche voll. In den kommenden Wochen dürfen wir uns auf viele, viele leckere Beeren freuen. 🙂

Wenn ihr die japanische Weinbeere noch nicht kennt, habt ihr etwas verpasst! „Sooooo lecker: Japanische Weinbeeren“ weiterlesen

Sommerliche Beeren-Marmeladen

Beeren aus dem Garten

Der Juni hat es gut gemeint mit uns in diesem Jahr und uns eine reiche Ernte beschert: Der Rhabarber hatte kräftige Stängel, obwohl wir ihn erst umgesetzt hatten, und an den Beerensträuchern bogen sich die Zweige unter ihrer schweren Last.

Der Großteil unserer Ernte an Beeren wanderte wie gewohnt ohne Umwege direkt in den Magen unserer Kinder. So frisch vom Strauch schmeckt doch alles am besten, nicht wahr? 🙂 Einiges habe ich aber auch zu Kuchen verarbeitet (Johannisbeer-Baiser… mmmmh, einer meiner liebsten!). Was dann noch blieb habe ich nun zu Marmelade und Gelee eingekocht: „Sommerliche Beeren-Marmeladen“ weiterlesen