Herbstliches Gelee mit Zierquitten, Mispeln, Kiwi und Orange

zierquittengelee

Unser Garten lockt zur Zeit mit herbstlichen Früchten, die sich wunderbar zum Einkochen als Marmelade oder Gelee anbieten:

japanische_zierquitteJapanische Zierquitten (Chaenomeles japonica) oder chinesische Zierquitten (Chaenomeles japonica)
Zierquitten sind zwar deutlich kleiner als echte Quitten, sind aber ebenso essbar und sehr ähnlich im Geschmack. Besonders die Sorte Cido, auch nordische Zitrone genannt, hat große und leckere Früchte. Durch Frost oder Lagerung werden Zierquitten weich und können dann in der Küche verarbeitet werden. Mit ihrem hohen Gehalt an Pektin sind sie perfekt für mein Vorhaben. Ich schäle sie dafür und hole mit einem kleinen Löffel die Vielzahl kleiner Kerne aus den aufgeschnittenen Früchten.

mispelMispeln (Mespilus germanica)
Ich rede hier nicht etwa von japanischen Wollmispeln, die es öfter mal zu kaufen gibt, sondern von der heimischen Mispel, Mespilus germanica. Mispeln waren früher weit verbreitet, sind inzwischen jedoch leider ziemlich in Vergessenheit geraten.
Ihre Früchte werden erst richtig genießbar, wenn sie der Frost weich und fleckig gemacht hat; das kann man auch den Tiefkühler erledigen lassen. Verarbeitet werden sie ohne Schale und ohne Kerne, die sich bei weichen Früchten relativ einfach herausdrücken lassen.

kiwi_issaiKiwis „Issai“ (Actinidia arguta)
Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe winterharter Kiwisorten. Unsere „Issai“ ist eine pflegeleichte, robuste Sorte, die praktischerweise selbstbefruchtend ist. Sie hat traubengroße, grüne Früchte, die mitsamt Schale gegessen werden können. Aber natürlich kann man für dieses Rezept auch jede andere Kiwi nehmen.


Ich bin so eine Pi-mal-Daumen-Köchin, die es mehr mit ihrem Bauchgefühl als mit genauen Angaben hat, deswegen ist das mit Rezepten so eine Sache bei mir.
Ich hatte jedenfalls etwa 20 Mispeln, 30 Zierquitten und 4 Handvoll kleiner Kiwis. Das hat nicht ganz gereicht für ein Packerl 2:1-Gelierzucker, also habe ich noch mit frisch gepresstem Orangensaft aufgefüllt.
Mit diesen Mengenangaben lässt sich sicherlich jonglieren: Ob nun etwas mehr hiervon oder davon, es wird bestimmt trotzdem gelingen!

Die habe ich Zierquitten, Mispeln und Kiwis in meinen guten, alten Entsafter geworfen. Das ergab, wie gesagt, nicht die benötigten 750 ml für eine Packung 2:1-Gelierzucker, also habe ich kurzerhand noch (manuell) Orangen ausgepresst und damit aufgefüllt.
Nun noch den Saft mit dem Gelierzucker vermengen und gemäß Anleitung kochen. Wer es süßer mag, fügt nach Belieben normalen Zucker hinzu. Für das gewisse Etwas habe ich einen Zweig Rosmarin mitgekocht und vor dem Abfüllen in die Gläser wieder entnommen.

Wie immer empfiehlt es sich, eine Gelierprobe zu machen. Durch den hohen Pektingehalt der Zierquitten kann in diesem Fall kann aber eigentlich nicht viel schief gehen.

Unser Fazit zum herbstlichen Gelee: Lecker!!
Es ist säuerlich, süß und frisch. Ein Genuss auf dem Frühstücksbrot oder auch ein ganz besonderes Geschenk für liebe Menschen.

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