Adlerkrallen im Garten: Akeleien

akeleien

Für mich ist es eine besondere Zeit, wenn die Akeleien im Garten blühen.
Überall erheben sich dann ihre grazilen Blüten über dem dichten Grün und jedes Jahr darf ich gespannt sein, welche Farben und Formen sich zeigen.

rosa AkeleiSie waren die allerersten Pflanzen, die ich damals bei uns angesät hatte. Denn ein Garten ohne Akeleien, sagte ich zu meinem Schatz, das ginge gar nicht!
Seitdem verhalten sie sich ganz nach dem biblischen Spruch „Seid fruchtbar und mehret euch“. Sie verbreiten sich ganz ohne mein Zutun munter in jede Ecke des Gartens.

Anfangs war die Vielfalt ihrer Blüten auf unserem Grundstück sogar noch größer, da gab es etliche gelbe, rote und langspornige Sorten. Doch im Laufe der Zeit setzten sich die ursprünglicheren Varianten mit rosa, lila und weißen Blüten zunehmend durch. Dennoch überraschen sie mich Jahr für Jahr wieder mit neuartigen Farbschattierungen und Erscheinungsbildern.

 

Auch für Gärtner ohne grünen Daumen!

Langspornige AkeleiWie ich oben schon sagte, säen sich Akeleien ganz von alleine aus. Hat man sie also einmal im Garten, muss man sich um ihre Vermehrung und ihren Erhalt nicht mehr kümmern. Zwar mögen sie gerne Sonne, doch trotzdem scheint ihnen kein Standort zu trocken oder zu schattig zu ein. Gießen und Dünger, so etwas hatten unsere Akeleien noch niemals nötig. Kurz gesagt: Sie sind echte Überlebenskünstler!

Auf eines muss man sich mit ihnen allerdings einstellen: Über kurz oder lang wird man nicht darum herumkommen, sie zumindest in Maßen einzudämmen. Denn sie verbreiten sich so eifrig, dass sie sonst andere Pflanzen erdrücken könnten. Doch auch dies hat einen positiven Aspekt: Unkraut wird in ihrer Nähe nicht leicht groß, das wird ebenfalls verdrängt.

 

Hummel an AkeleiDoch warum rede ich in meiner Überschrift eigentlich von Adlerkrallen?

Das kommt daher, dass die Blüten der Akelei aussehen wie die gebogenen Krallen eines Adlers. Und eben dieser Tatsache verdankt sie eventuell sogar ihren Namen: Ihre lateinische Bezeichnung „Aquilegia“ könnte sich vom lateinischen Wort für Adler, also  „aquila“ herleiten – so lautet zumindest eine der Theorien.

 

Akeleien als Bienenweide.
Oder besser gesagt: Hummelweide.

Auf die Blütezeit der Akeleien warte nicht nur ich, Hummeln lieben sie ebenso! Da unser Garten wirklich reichlich Akeleien zu bieten hat, herrschen für sie gerade nahezu paradiesische Zustände, verschiedenste Arten summen überall herum.

Mit ihrem langen Rüssel erreichen Hummeln viel besser als Bienen den Nektar, der sich tief im Inneren versteckt. Doch manche Arten gehen direkter an die Sache heran: Sie saugen nicht von unten, sondern machen sich oben im Sporn der Blüte ein Loch, durch das sie an ihre Nahrung gelangen.

Akelei

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