Biber Butzemann

Spuren eines Bibers

Er ist einer, den keiner haben will. Er schafft Unordnung und Chaos, obwohl viele Menschen doch eine wohlgeordnete Landschaft vorziehen. Aber selbst ich als einer seiner überzeugten Fans muss zugeben, dass sein unermüdliches Schaffen an manchen Stellen vielleicht durchaus störend sein kann.

Die Rede ist natürlich vom Biber.
Schon als Kind hatte er es mir angetan und das nicht nur, weil er absolut putzig aussieht. Einige Kinderbücher hatten dafür gesorgt, dass ich ihn besonders schätzen lernte. Außerdem ist es einfach faszinierend, dass solch eher kleinen Tiere solch gewaltige Landschaftsveränderungen vornehmen können. Kleines Tier, große Wirkung, könnte man sagen.

Es ist kaum zu glauben, wie fleissig und unermüdlich Biber arbeiten. Holz zu fällen ist ja selbst für einen Menschen mit Hilfe von Maschinen keine leichte Arbeit. Umso beeindruckender ist das Werk der Biber, die dafür nicht mehr als Nagezähne und Krallen zur Verfügung haben.

Neulich auf einer unserer bevorzugten Spaziergangsrouten konnten wir jede Menge Spuren der Biber begutachten. Sie selbst bekamen wir erwartungsgemäß leider nicht zu Gesicht; diese Knaben sind ja eher abends und nachts unterwegs. Aber es ist schön zu wissen, dass es hier einen Platz für den Biber gibt, an dem er ungestört bauen darf.

 

Biberspuren
Angenagtes & Abgenagtes
Von Bibern gefällte Bäume
Jede Menge Arbeit haben Biber hier geleistet.
Biber baut in der Au
All diese Äste fielen sicherlich nicht zufällig in den Bach…
Biber - gestautes Wasser
Etwas weiter unterhalb staut sich das Wasser.
Biberrutsche
Dieser kleine Trampelpfad in der Mitte des Bildes dürfte wohl eine Biberrutsche sein.

 

P.S.: Da fällt mir noch etwas ein. Passend zur Fastenzeit, die nächste Woche beginnt. Früher durften Biber ja auch während des Fastens gegessen werden, weil man sie wegen ihres Schwanzes als Fisch und nicht als Fleisch betrachtete. Nun, was soll man davon nur halten……

 

4 Gedanken zu „Biber Butzemann

  1. Wenn sie so einen kleinen Bach aufstauen, ist das irgendwie idyllisch. An den Donaukanal, der durch das Zentrum von Wien fließt und die Breite eines ordentlichen Flusses hat, haben sich auch Biber verirrt. Die legen dort uralte Bäume um, die man mit den Armen nicht umfassen kann, so dick sind sie. Manchmal liegt in der Früh ein Baum quer über den Radweg und die Feuerwehr rückt mit den Kettensägen an. Zufälligerweise habe ich diese Woche Fotos von Fraßschäden gemacht, die meiner Meinung nach aktuell sind. Ich bin noch dabei, das zu beobachten, aber wenn man einen Baum sieht, der einen dreiviertel Meter Durchmesser hat und bis zur Mitte frisch angefressen ist, bleibt einem die Freude über den lieben Biber fast im Hals stecken, weil alte Bäume am Fluss in der Stadt halt ein Segen sind und im Sommer für angenehme Kühle sorgen.

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    1. Ja, das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Biber durchaus für Konflikte sorgen können. Sie machen eben keine halben Sachen, sondern greifen gleich drastisch ins Landschaftsbild ein. Da sind sie an dem kleinen Bach wirklich besser aufgehoben. Es ist sicher für beiden Seiten – also Mensch und Biber – besser, wenn sie einen Platz finden, wo man sich gegenseitig nicht in die Quere kommt.
      LG Steffy

      Gefällt 1 Person

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