Von Schneeflöckchen und Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Ein bestimmtes Geräusch ist gerade allgegenwärtig: Das Tropfen von Wasser. Die Sonne hat an Kraft gewonnen und es taut überall. Und während der Schnee schmilzt, glänzt und glitzert er sogar noch mehr als zuvor. Es ist sozusagen sein letzter großer Auftritt vor seinem Abgang von der Bühne. „Von Schneeflöckchen und Schneeglöckchen“ weiterlesen

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Er schleicht sich an…

Palmkätzchen

Es ist die gute Nachricht des Tages: Der Frühling schleicht sich an! Ganz langsam und klammheimlich. Noch hält er sich zwar gut versteckt, aber heute bin ich ihm auf die Schliche gekommen.

Ein paar warme Sonnenstrahlen haben uns zu einem Spaziergang nach draußen gelockt und siehe da: Auf den Bächen taut das Eis und die Vögel singen ihre Frühlingslieder. Aus dem alten, welken Laub des Waldes leuchten die grünen Blätter der Leberblümchen und der wilden Erdbeeren. Die ersten Blüten der Haselnusssträucher wollen sich langsam öffnen. Und es gibt doch tatsächlich schon Palmkätzchen! Bei dem Anblick ging mir das Herz auf!

Ein wenig mehr Geduld werden wir noch aufbringen müssen, denn schon morgen soll es wieder schneien. Aber die Zeit des Wartens auf den Frühling scheint nun absehbar, ein Ende des Winters ist in Sicht. Dann wird nicht mehr Schnee geschippt, sondern endlich wieder nach Herzenslust gegraben, gejätet und gepflanzt! 🙂

Haselnussblüten

Maikäfer flieg! So flieg doch endlich!

Maikäfer

Wir waren vor einigen Tagen am Chiemsee, genauer gesagt auf der Fraueninsel. Dieses schöne Fleckchen Erde hat nicht nur eine wunderbare Aussicht und hervorragende geräucherte Fische zu bieten, sondern zur rechten Zeit des Jahres auch jede Menge Maikäfer. „Maikäfer flieg! So flieg doch endlich!“ weiterlesen

Von Bienen und Wildbienen

Biene an Judasbaum

Der Judasbaum in unserem Garten ist momentan ein Eldorado für Bienen und ihre wilden Verwandten. Die Äste des Baums sind über und über mit rosaroten Blüten bedeckt und unzählige Bienen sind hier unermüdlich am Werk, um daraus reiche Ernte nach Hause in den Stock zu tragen. Das Summen ihrer Flügel ist von weit her zu hören und ihre Pollenhöschen sind voll mit ihrer goldgelben Beute.

Eine Etage tiefer sind die Wildbienen fleißig: Vor Jahren starb einer der beiden Stämme des Judasbaumes ab. Wir haben ihn damals aber nicht entfernt, sondern nur mannshoch gekappt. Das Totholz wurde daraufhin schnell von Insekten besiedelt, die es durchlöcherten. Das lockte erst Buntspechte an und nun werden die Gänge von Wildbienen als Bruthöhlen benutzt. Derzeit schwirren verschiedene Arten zwischen den Öffnungen hin und her, um zu prüfen und zu bauen. Der alte Baumstamm ist also sozusagen ein Wildbienenhaus, das sich die Natur selbst gebaut hat.

Wildbienen an Bruthöhlen

Was macht den Frühling aus?

fruehling

Zwei Dinge sind es, die für mich persönlich das Frühjahr einleiten:
Das eine ist die erste singende Amsel des Jahres – die konnte ich gestern in der Nachbarschaft hören. Das zweite ist das erste Leberblümchen und das fand ich beim letzten Sonntagsspaziergang. An einem sonnigen Hang spitzte es zwischen dem raschelnden Laub des Vorjahres und grünen Efeublättern hervor.

Wie sieht es bei euch aus? Wann ist für euch wirklich Frühling? 🙂

Hoher Besuch: Ein Star gibt sich die Ehre

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Draußen hat es zwar nach wie vor gefühlte -273°C, doch es gibt einen Lichtblick. Pünktlich zum ersten März haben sich heute Frühlingsboten in unserem Garten eingefunden: Stare!

Zwei sind es, die gierig unser Vogelfutter plündern – kein Wunder, wenn sie nach ihrer langen Reise heißhungrig sind. Aber wahrscheinlich fragen sie sich bei diesen Temperaturen, ob sie nicht doch zu weit in Richtung Nordpol geflogen sind.
Wenn ich an ihrer Stelle wäre, ich würde bestimmt auf der Stelle umkehren und dorthin zurückfliegen, wo ich hergekommen bin. 😉

Wenn die Eisblumen blühen

 

eisblumen

Die milden Temperaturen, die noch vor wenigen Wochen herrschten, scheinen wie eine weit entfernte Erinnerung. Schnee und Frost haben sie abgelöst und unsere Region ganz und gar im Griff.

Krokusse und Schneeglöckchen, die eigentlich schon gerne den Frühling einläuten wollten, sind jetzt gut versteckt unter der weißen Pracht. Heute blühen nur noch die Eisblumen und malen ihre zarten Muster an die Fenster des Gartenhäuschens.

Diese bittere Kälte lockt auch eine immer größer werdende Schar von Vögeln in unseren Garten, die anderswo nichts mehr zu fressen finden. Sie picken an der hartgefrorenen Erdnussbutter und leeren in Rekordzeit die Futterstation. Wenn alles weg ist, wird ihr sonst so melodisches Gezwitscher dann zu einem panischen, lauten Schimpfen.

Die Vögel haben mich bereits gut erzogen, denn sobald ich ihre Beschwerden höre, gehe ich brav nach draußen und friere mir beim Auffüllen ihres Futters die Finger ab. Ich kann sie ja schließlich in dieser Eiseskälte nicht hungern lassen.

 

Der Frühling wurde auf Eis gelegt

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Nein, es handelt sich sich hier nicht um die eingeschneiten Zipfelmützen der sieben Zwerge. Es sind die ersten Frühlingsboten: Krokusse.
Vor wenigen Tagen konnte ich an diesen Blüten die erste Biene des Jahres sehen, die sich schon wagemutig aus ihrem Stock getraut hatte. Aber da sich das Wetter nun scheinbar wieder daran erinnert, wie es sich Anfang Februar zu benehmen hat, wurde den Krokussen eine Zwangspause auferlegt und sie müssen geduldig auf die Sonne warten.

Es lebe das Totholz!

baumpilze

Das milde Wetter der letzten Tage hat mich natürlich in den Garten gelockt. Und da sah ich nicht nur die ersten Frühlingsblumen zaghaft austreiben, sondern auch das eifrige Wachstum der Baumpilze am Totholz.

Vor Jahren habe ich angefangen, mehr und mehr Holz als Biotope in den Garten zu integrieren: Erst eine große dicke Baumscheibe, dann hier ein Stück Stamm und da eines, danach kleinere, lose Stapel und dazu noch Äste und Stämme als Beeteinfassungen.

Seitdem beobachte ich und bin immer wieder fasziniert von der unheimlich vielfältigen und großartigen Lebendigkeit, die im sogenannten Totholz steckt: Pilze, Moose, Käfer, Wildbienen und mehr tummeln sich darin. Die tierischen Bewohner halten sich zwar meist gut versteckt, die „Schwammerl“ wachsen jedoch gut sichtbar daraus hervor. Ihre Farben und Formen wirken bizarr und fremdartig, aber ich mag sie trotzdem – oder genau deswegen. Denn warum sollte man Schönheit nur in großen, bunten Blüten suchen?