Unser englischer Prachtrasen *

Wiese statt Rasen
Unser „Rasen“ mit viel Gänseblümchen und Löwenzahn. Achja, ein wenig Gras wächst auch noch dazwischen.

* Achtung, der Titel könnte Ironie enthalten.

Wie sollte ein perfekter Rasen wohl aussehen? Ebenmäßig satt grün gefärbt und akkurat getrimmt? Nun, in diesem Fall haben wir wohl komplett versagt und das mit voller Absicht. 😀

Ehrenpreis
Ehrenpreis alias Gewitterblume: Reißt man sie aus, kommt ein Unwetter, hat man uns als Kinder erzählt. Ich habe es oft ausprobiert. Es hat selten gestimmt. 😉

Jedem das Seine, was den Rasen im Garten anbelangt, wir möchten da niemandem etwas vorschreiben. Aber wir persönlich schätzen auf alle Fälle die bunte und bienenfreundliche Alternative namens Wiese.

So leicht ist das jedoch gar nicht, wenn der Boden ständig von spielenden Kindern mit Planschbecken, Fußbällen, Fahrrädern, Tretbulldog und anderen Gerätschaften geplättet wird. Gras hält solchen Beanspruchungen eben doch besser stand als die meisten Blumen.

Günsel oder Gundermann
Lästiges Unkraut oder wunderbare Wildblume? Eindeutig letzteres, finden wir! Günsel darf gerne bei uns blühen.

Doch an den Rändern und in den weniger stark frequentierten Teilen blüht die Wiese auf. Wir versuchen, sie dort möglichst in Ruhe wachsen und gedeihen zu lassen. Bevor der Rasenmäher herausgeholt wird, gibt es deshalb manchmal eine kleine taktische Einsatzbesprechung, damit nicht an der falschen Stelle gekürzt wird. Nicht dass womöglich Margeriten, Mohn oder Lichtnelken daran glauben müssen.

Aber es gibt auch Wiesenblumen, die hart im Nehmen sind und sich am Rasenmäher kaum stören. Gänseblümchen, Hahnenfuß und Weißklee blühen kurz nach dem Schnitt wieder weiter, als wäre nichts gewesen.

Balkan-Windröschen in der Wiese
Gerne mehr davon: Balkan-Windröschen färben im Frühling nicht nur die Beete, sondern auch die Wiese blau.

 

 

 

 

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Unsere besten Bienenweiden im April

Zwetschgenblüte mit Honigbienen

Der April bietet einen üppig gedeckten Tisch. Es ist die Zeit der Obstbaum- und Beerenblüte. Etliche Stauden öffnen ihre Blüten und es gibt noch die letzten Frühblüher, die teils schon im März zu finden waren, wie zum Beispiel Traubenhyazinthen. Bei all dieser Pracht sind jetzt endlich (Wild-)Bienen in wirklich großer Zahl bei ihrer geschäftigen Nahrungssuche zu beobachten. „Unsere besten Bienenweiden im April“ weiterlesen

Meine besten Bienenweiden im März

Bienenweiden im März

In manchen Jahren liegt unsere Region im Februar noch in tiefstem Winterschlaf. Aber spätestens im März rührt sich etwas in der Natur, dann wärmt die Sonne den Boden und es sprießen die ersten Blumen. Das ist auch der Startschuss für die Bienen, sie werden aktiv und machen sich auf die Suche nach Nahrung. Jetzt ist es von besonderer Bedeutung, dass sie nach ihrer langen Winterruhe früh blühende Pflanzen finden. „Meine besten Bienenweiden im März“ weiterlesen

Torf war gestern – Anzucht mit Kokoserde

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Vor einigen Tagen fand ich, dass es endlich an der Zeit sei: Samen für die anstehende Gartensaison müssen in die Erde. Denn wenn sich draußen irgendwann warme Temperaturen durchsetzen, sollen ja schon einige Pflänzchen vorgezogen sein.

Also Pflanztöpfchen und die gute Torferde auspacken…
Nein, das war natürlich nur ein Scherz! „Torf war gestern – Anzucht mit Kokoserde“ weiterlesen

Biber Butzemann

Spuren eines Bibers

Er ist einer, den keiner haben will. Er schafft Unordnung und Chaos, obwohl viele Menschen doch eine wohlgeordnete Landschaft vorziehen. Aber selbst ich als einer seiner überzeugten Fans muss zugeben, dass sein unermüdliches Schaffen an manchen Stellen vielleicht durchaus störend sein kann.

Die Rede ist natürlich vom Biber. „Biber Butzemann“ weiterlesen

Volksbegehren Artenvielfalt: Ich gehe hin!

Hummel

Eine Biene allein kann keinen Honig machen, dafür braucht es schon ein ganzes Bienenvolk. Ebensowenig kann ein Naturfreund allein mit seinem Garten die Bienen retten. Auch dafür müssen alle zusammenhelfen! „Volksbegehren Artenvielfalt: Ich gehe hin!“ weiterlesen

Meine besten Bienenweiden im Juli

Kugeldistel - Bienenweide im Juli

Der Sommer erreicht seine Höchstphase, dementsprechend gut sieht es daher in diesem Monat mit Bienenweiden aus. Einige ganz besonders gute Trachtpflanzen für Bienen und ihre wilderen Verwandten öffnen nun ihre Blüten.

Natürlich sind die Bienenweiden des Vormonats noch nicht alle verblüht: Lavendel, Borretsch, Steppensalbei, Färberkamille, Zwiebel und Phacelia halten auch im Juli noch ihr reiches Nahrungsangebot bereit. Aber einige Pflanzen sind neu hinzugekommen: „Meine besten Bienenweiden im Juli“ weiterlesen

Meine besten Bienenweiden im Juni

Biene an Allium-Blüte

Auch diesen Monat war ich wieder im Garten auf der Pirsch, um den Bienen und ihren wilden Verwandten nachzustellen: Welche Blüten sind derzeit die beliebtesten bei ihnen? Das wollte ich beobachten und herausfinden.

Einige der Bienenweiden des Monats Mai blühen nach wie vor, zum Beispiel Nachtviole, Berg-Flockenblume und die letzten Akeleien. Ihre Blütezeit geht langsam vorüber, dafür kommen aber neue, wertvolle Trachtpflanzen dazu. zu den Pflanzen

Meine besten Bienenweiden im Mai

Bienenweide: Nachtviole

Vielleicht hat es der eine oder andere schon bemerkt: Bienen, Wildbienen und ganz besonders Hummeln liegen mir sehr am Herzen. Deswegen baue ich das Angebot an Trachtpflanzen, also Futterpflanzen für sie nach und nach immer weiter aus.

Bei meinen letzten Rundgängen durch den Garten lag mein besonderes Augenmerk darauf, welche Pflanzen, die aktuell blühen,  am meisten von Bienen und Wildbienen besucht werden. „Meine besten Bienenweiden im Mai“ weiterlesen

Von Bienen und Wildbienen

Biene an Judasbaum

Der Judasbaum in unserem Garten ist momentan ein Eldorado für Bienen und ihre wilden Verwandten. Die Äste des Baums sind über und über mit rosaroten Blüten bedeckt und unzählige Bienen sind hier unermüdlich am Werk, um daraus reiche Ernte nach Hause in den Stock zu tragen. Das Summen ihrer Flügel ist von weit her zu hören und ihre Pollenhöschen sind voll mit ihrer goldgelben Beute.

Eine Etage tiefer sind die Wildbienen fleißig: Vor Jahren starb einer der beiden Stämme des Judasbaumes ab. Wir haben ihn damals aber nicht entfernt, sondern nur mannshoch gekappt. Das Totholz wurde daraufhin schnell von Insekten besiedelt, die es durchlöcherten. Das lockte erst Buntspechte an und nun werden die Gänge von Wildbienen als Bruthöhlen benutzt. Derzeit schwirren verschiedene Arten zwischen den Öffnungen hin und her, um zu prüfen und zu bauen. Der alte Baumstamm ist also sozusagen ein Wildbienenhaus, das sich die Natur selbst gebaut hat.

Wildbienen an Bruthöhlen