Neulich in Frankreich: Nashornkäfer

Nashornkäfer

Wir waren kürzlich einige Tage im wunderschönen Süden Frankreichs unterwegs, wohin es uns immer wieder zieht. Dabei bekamen wir ein besonderes Tier zu Gesicht und vor die Kamera.

Nashornkäfer mit GrößenvergleichNachts im Licht der Straßenlaternen kamen Nashornkäfer zum Vorschein.

Ich dachte ja beim ersten Käfer zunächst, da würde eine kleine Maus auf dem Boden sitzen. Doch aus der Nähe betrachtet entpuppte sich das Tierchen als Käfer von ziemlich beachtlicher Größe. Mit dem typischen Horn der Männchen war natürlich schnell erraten, um welche Art es sich dabei handelte.

Es blieb übrigens auch bei Männchen, ein Weibchen wollte sich uns niemals zeigen. Vielleicht waren sie zu schüchtern. 😉

Im Garten zu Hause hätte ich wohl (leider) lange und vergeblich darauf warten können, einmal einem Nashornkäfer zu begegnen. Damit wäre es also wieder einmal bestätigt: Reisen bildet.

 

 

 

Werbeanzeigen

Unsere „Lauchbiene“

Megachile in Winterhecken-Lauchzwiebel

Seit Jahren steht in unserem Beet eine leckere Winterheckenzwiebel, die ich den Bienen zuliebe regelmäßig blühen lasse. Nun wollte ich heute die verblühten Stängel abschneiden, damit die Pflanze ihre Kraft in neue Triebe steckt. Doch zum Glück hatte ich zuvor noch ein Gespräch mit einem unserer Jungs, der mir erzählte, dass darin eine Biene wohnen würde. „Unsere „Lauchbiene““ weiterlesen

Siebenpunkt-Marienkäfer-Revival

Siebenpunkt-MarienkäferÜber Jahre machten sie sich rar.
Asiatische Marienkäfer waren allgegenwärtig, aber die siebenpunktigen Verwandten musste ich schmerzlich vermissen.

Doch im Moment scheint sich der Spieß eher umgedreht zu haben, ich stolpere wieder ständig über die heimische Art.

Aber wo sind all die „Zuagroasten“ (in Hochdeutsch: die Zugezogenen) hin? Die asiatischen Käfer sind heuer bislang äußerst selten in unserem Garten. Vielleicht lag es am strengen Winter mit dem vielen Schnee? Oder der letzte Sommer war ihnen zu heiß und trocken? Vielleicht sind sie auch nur später dran und werden noch kommen? Wir werden es sehen. Auf alle Fälle gibt es genügend Blattläuse in unserem Garten, dass sie alle satt werden können.

Mittlerer Weinschwärmer als Hausgast

Mittlerer Weinschwärmer

Wir hatten einige Zeit lang einen Hausgast und das kam so:
Beim Umgraben im Gewächshaus kam in der Erde ein beachtlich großer Kokon zu Tage – kein Vergleich mit den Winzlingen der Kohlweißlinge, von denen wir so viele finden. „Mittlerer Weinschwärmer als Hausgast“ weiterlesen

Harte Zeiten für Nacktschnecken

Gestreifte Weinbergschnecken im Garten

Draußen herrscht gerade Land unter. Wenn es weiterhin so regnet, werden bald Seerosen in der Wiese wachsen. Anscheinend möchte die Natur den trockenen April wieder ausgleichen. Die Pflanzen atmen auf und auch einige Tiere finden das nasse Wetter richtig behaglich: Schnecken! „Harte Zeiten für Nacktschnecken“ weiterlesen

Kleiner Nachtrag zu den März-Bienenweiden

Mirabelle als Bienenweide

Ich bin ja so ein Held… Da schreibe ich lang und breit über meine Bienenpflanzen im März und vergesse doch glattweg die wichtigste. Sozusagen der Star unter den Trachtpflanzen in diesem Monat: Unser Griacherl.

Okay, einige werden jetzt sagen: Griacherl, was soll das denn bitte sein?
Die Rede ist von unserer Mirabelle, wie der Name wohl korrekterweise lautet.

Ein alter Baum steht in unserem Garten, der jetzt über und über mit weißen Blüten bedeckt ist. Wenn der Wind hindurchfährt und Blütenblätter mitnimmt, sieht es beinahe aus, als würde es schneien. Und wie es bei Obstbäumen meist der Fall ist, so summen auch hier tagtäglich und von früh bis spät die Bienen darin herum. Sie sind dankbar für Nektar und Pollen des Griacherls – ich danke ihnen wiederum für die Bestäubung, die unsere Ernte sichert. 🙂

Blüte der Mirabelle (oder Griacherl)

Meine besten Bienenweiden im März

Bienenweiden im März

In manchen Jahren liegt unsere Region im Februar noch in tiefstem Winterschlaf. Aber spätestens im März rührt sich etwas in der Natur, dann wärmt die Sonne den Boden und es sprießen die ersten Blumen. Das ist auch der Startschuss für die Bienen, sie werden aktiv und machen sich auf die Suche nach Nahrung. Jetzt ist es von besonderer Bedeutung, dass sie nach ihrer langen Winterruhe früh blühende Pflanzen finden. „Meine besten Bienenweiden im März“ weiterlesen

Geburt eines Kohlweißlings

Frisch geschlüpfter Kohlweißling

Die Kohlweißlingsrettungsaktion ist für mich ein jährliches Ritual geworden. Steigen die Temperaturen, schlüpfen in unserem Gewächshaus die Falter. Dort sind sie erst einmal gefangen und finden keine blühenden Pflanzen, deshalb muss ich sie regelmäßig in ihre Freiheit entlassen.

Die Raupen des kleinen Kohlweißlings vergnügen sich den Sommer über an unseren Kohlrabis. Da ihre Anzahl niemals überhand nimmt und sich die Fraßschäden äußerst in Grenzen halten, sah ich bislang nie einen Anlass, etwas gegen sie zu unternehmen. Die Raupen verpuppen sich schließlich an den Wänden des Gewächshauses und überwintern schön geschützt.

Heute wollte ich mir die Sache einmal genauer ansehen und war mit meiner Kamera dabei, als sich einer der Schmetterlinge einen Weg ins Freie bahnte: „Geburt eines Kohlweißlings“ weiterlesen

Glanzvolle Besucher an meinen frühen Bienenweiden

Xylocopa violacea

Die Anzeige des Thermometers klettert langsam nach oben und alles, was sechs bis acht Beine hat, traut sich langsam heraus aus dem Winterquartier: Die ersten Fliegen und Wespen nehmen mittags an der Südwand des Hauses ein Sonnenbad. Mücken tanzen über der Wiese. Feuerwanzen und Spinnen huschen durch das trockene Laub. Zu meiner großen Freude sind aber auch endlich wieder Bienen unterwegs. „Glanzvolle Besucher an meinen frühen Bienenweiden“ weiterlesen

Volksbegehren Artenvielfalt: Ich gehe hin!

Hummel

Eine Biene allein kann keinen Honig machen, dafür braucht es schon ein ganzes Bienenvolk. Ebensowenig kann ein Naturfreund allein mit seinem Garten die Bienen retten. Auch dafür müssen alle zusammenhelfen! „Volksbegehren Artenvielfalt: Ich gehe hin!“ weiterlesen

Rettung eines Totengräbers

Gemeiner Totengräber

Der November ist heuer so warm, dass noch ungewöhnlich viele Insekten herumschwirren und -krabbeln. Einige Wespen sind noch an den restlichen Weintrauben zu finden, viele Mücken tanzen spätnachmittags noch im letzten Tageslicht und hin und wieder läuft einem noch ein Marienkäfer über den Weg. „Rettung eines Totengräbers“ weiterlesen

Buchsbaum ade

Buchsbaum

Es war einmal eine nette kleine Beeteinfassung aus Buchs.
Im Sommer wie im Winter sah sie schön aus, dunkelgrün und glänzend. Praktisch war sie auch: Zuverlässig und standhaft hielt sie alle Fußballschüsse der Kinder (zumindest die niedrigen) von den dahinter liegenden Stauden ab.

Aber dann zeichnete sich schon früh in diesem Sommer ein drohendes Unheil ab: Abends zogen die Lichter an unserem Haus große Mengen schwarz und weiß gefärbter Nachtfalter an. Ich kannte die Art und mir schwante nichts Gutes. „Buchsbaum ade“ weiterlesen