Ein Unterschlupf für den Igel

Igelhaus

Der Herbst ist eine betriebsame Zeit im Garten. Es ist viel zu tun, bevor der Winter kommt: Neue Sträucher können gepflanzt werden, alte werden zurückgeschnitten, welkende Stauden und gefallenes Laub verlangen nach Aufmerksamkeit. Aber in diesem Herbst nahm ich mir nicht nur für meine Pflanzen Zeit, sondern konnte auch endlich ein Projekt für Tiere umsetzen, das ich schon lange im Sinn hatte.

Zwischen zwei besonders dichten Sträuchern unseres Gartens ist ein meiner Ansicht nach idealer Ort für einen Igel-Unterschlupf. Dichte Zweige schirmen die Stelle nach fast allen Seiten gut ab und halten sie erstaunlich trocken. Also nahm ich mir alte Pflanzsteine, Platten und Natursteine zur Hand und schuf dort diese Höhle.

Versteckt hinter den Steinen stützt ein abgewinkeltes Stück Metall die Steinplatte über dem Eingang, damit diese nicht einstürzt. Darunter führt der Weg im 90°-Winkel in die Höhle hinein, dadurch soll Katzen der Zutritt erschwert werden.

Damit das kleine Haus auch zur kalten Winterszeit möglichst behaglich ist, dichtet ein Streifen aus robuster Teichfolie die Ritzen ab und das Innere ist mit trockenem Moos und Laub gepolstert.

In den nächsten Tagen werde ich die Stabilität nochmals überprüfen und die Isolierung optimieren. Danach bleibt nur zu hoffen, dass einer der Igel, die durch unseren Garten streifen, mit dem Unterschlupf etwas anfangen kann. Dies ist mein erster Versuch, etwas Derartiges zu bauen – mal sehen, ob die Igel damit einverstanden sind…

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Wenn die Eisblumen blühen

 

eisblumen

Die milden Temperaturen, die noch vor wenigen Wochen herrschten, scheinen wie eine weit entfernte Erinnerung. Schnee und Frost haben sie abgelöst und unsere Region ganz und gar im Griff.

Krokusse und Schneeglöckchen, die eigentlich schon gerne den Frühling einläuten wollten, sind jetzt gut versteckt unter der weißen Pracht. Heute blühen nur noch die Eisblumen und malen ihre zarten Muster an die Fenster des Gartenhäuschens.

Diese bittere Kälte lockt auch eine immer größer werdende Schar von Vögeln in unseren Garten, die anderswo nichts mehr zu fressen finden. Sie picken an der hartgefrorenen Erdnussbutter und leeren in Rekordzeit die Futterstation. Wenn alles weg ist, wird ihr sonst so melodisches Gezwitscher dann zu einem panischen, lauten Schimpfen.

Die Vögel haben mich bereits gut erzogen, denn sobald ich ihre Beschwerden höre, gehe ich brav nach draußen und friere mir beim Auffüllen ihres Futters die Finger ab. Ich kann sie ja schließlich in dieser Eiseskälte nicht hungern lassen.