Neulich in Frankreich: Nashornkäfer

Nashornkäfer

Wir waren kürzlich einige Tage im wunderschönen Süden Frankreichs unterwegs, wohin es uns immer wieder zieht. Dabei bekamen wir ein besonderes Tier zu Gesicht und vor die Kamera.

Nashornkäfer mit GrößenvergleichNachts im Licht der Straßenlaternen kamen Nashornkäfer zum Vorschein.

Ich dachte ja beim ersten Käfer zunächst, da würde eine kleine Maus auf dem Boden sitzen. Doch aus der Nähe betrachtet entpuppte sich das Tierchen als Käfer von ziemlich beachtlicher Größe. Mit dem typischen Horn der Männchen war natürlich schnell erraten, um welche Art es sich dabei handelte.

Es blieb übrigens auch bei Männchen, ein Weibchen wollte sich uns niemals zeigen. Vielleicht waren sie zu schüchtern. 😉

Im Garten zu Hause hätte ich wohl (leider) lange und vergeblich darauf warten können, einmal einem Nashornkäfer zu begegnen. Damit wäre es also wieder einmal bestätigt: Reisen bildet.

 

 

 

Unsere „Lauchbiene“

Megachile in Winterhecken-Lauchzwiebel

Seit Jahren steht in unserem Beet eine leckere Winterheckenzwiebel, die ich den Bienen zuliebe regelmäßig blühen lasse. Nun wollte ich heute die verblühten Stängel abschneiden, damit die Pflanze ihre Kraft in neue Triebe steckt. Doch zum Glück hatte ich zuvor noch ein Gespräch mit einem unserer Jungs, der mir erzählte, dass darin eine Biene wohnen würde. „Unsere „Lauchbiene““ weiterlesen

Der durstige Garten

Tautropfen im Gras

„Ich habe Durst!“, scheinen alle Pflanzen des Gartens zu rufen. Am Grunde unserer Regentonnen macht sich aber langsam gähnende Leere breit. Ein Glück nur, dass wir den großen Luxus haben, nur den Wasserhahn aufdrehen zu müssen.

Es ist eines der Rituale im Garten, die ich richtig gerne mag: Das morgendliche Gießen an heißen Tagen. Denn in der Früh ist alles noch frisch und kühl. Die Füße werden angenehm im Tau gebadet, die Luft riecht so sauber und rein. Die Vögel singen bereits, doch sonst herrscht noch Stille. Trotz der schweren Gießkannen bin ich danach erfrischt und bereit für den heißen Tag. Die Pflanzen sind jetzt ebenfalls mit ihrem neuen Wasservorrat gewappnet für die kommende Hitze. Nicht vergessen darf ich außerdem die Vogeltränke: Die große Schar junger Spatzen, die heuer in unserem Garten geschlüpft sind, wird nämlich sicherlich auch durstig sein.

Unser englischer Prachtrasen *

Wiese statt Rasen
Unser „Rasen“ mit viel Gänseblümchen und Löwenzahn. Achja, ein wenig Gras wächst auch noch dazwischen.

* Achtung, der Titel könnte Ironie enthalten.

Wie sollte ein perfekter Rasen wohl aussehen? Ebenmäßig satt grün gefärbt und akkurat getrimmt? Nun, in diesem Fall haben wir wohl komplett versagt und das mit voller Absicht. 😀 „Unser englischer Prachtrasen *“ weiterlesen

Siebenpunkt-Marienkäfer-Revival

Siebenpunkt-MarienkäferÜber Jahre machten sie sich rar.
Asiatische Marienkäfer waren allgegenwärtig, aber die siebenpunktigen Verwandten musste ich schmerzlich vermissen.

Doch im Moment scheint sich der Spieß eher umgedreht zu haben, ich stolpere wieder ständig über die heimische Art.

Aber wo sind all die „Zuagroasten“ (in Hochdeutsch: die Zugezogenen) hin? Die asiatischen Käfer sind heuer bislang äußerst selten in unserem Garten. Vielleicht lag es am strengen Winter mit dem vielen Schnee? Oder der letzte Sommer war ihnen zu heiß und trocken? Vielleicht sind sie auch nur später dran und werden noch kommen? Wir werden es sehen. Auf alle Fälle gibt es genügend Blattläuse in unserem Garten, dass sie alle satt werden können.

Mittlerer Weinschwärmer als Hausgast

Mittlerer Weinschwärmer

Wir hatten einige Zeit lang einen Hausgast und das kam so:
Beim Umgraben im Gewächshaus kam in der Erde ein beachtlich großer Kokon zu Tage – kein Vergleich mit den Winzlingen der Kohlweißlinge, von denen wir so viele finden. „Mittlerer Weinschwärmer als Hausgast“ weiterlesen

When life gives you goutweed, make salad.

Giersch

Beim Unkraut jäten neulich fiel mir auf, dass der Giersch langsam aber sicher größere Areale unseres Gartens erobert. Früher war er hier gar nicht zu finden, dann tauchte er plötzlich und unvermittelt in einem der Blumenbeete auf. Neuerdings kommt er nun auch vom Nachbarsgrundstück dahergekrochen.

Da kam mir das alte englische Sprichwort in den Sinn: When life gives you lemons, make lemonade. Wenn einem das Leben Zitronen gibt, soll man Limonade machen. Dementsprechend wäre die logische Schlussfolgerung eines Gärtners: Wenn dir das Leben Giersch gibt, mach Salat.

Viele haben mir schon gesagt, seine Blätter wären äußerst gesund und obendrein schmackhaft. Aber was soll ich sagen, ich finde ihn widerlich. Ich bin sicherlich nicht wählerisch und esse so manches, aber beim Giersch kräuseln sich mir alle Geschmacksknospen.

Das war also wohl nichts. Aber was soll’s, ich nehme es mit Humor!
Ich ziehe dann eben einfach weiterhin seine weißen, armlangen Wurzeln aus der Erde und lächle. Ärgern bringt eh nichts. 😉

Harte Zeiten für Nacktschnecken

Gestreifte Weinbergschnecken im Garten

Draußen herrscht gerade Land unter. Wenn es weiterhin so regnet, werden bald Seerosen in der Wiese wachsen. Anscheinend möchte die Natur den trockenen April wieder ausgleichen. Die Pflanzen atmen auf und auch einige Tiere finden das nasse Wetter richtig behaglich: Schnecken! „Harte Zeiten für Nacktschnecken“ weiterlesen

Unsere besten Bienenweiden im April

Zwetschgenblüte mit Honigbienen

Der April bietet einen üppig gedeckten Tisch. Es ist die Zeit der Obstbaum- und Beerenblüte. Etliche Stauden öffnen ihre Blüten und es gibt noch die letzten Frühblüher, die teils schon im März zu finden waren, wie zum Beispiel Traubenhyazinthen. Bei all dieser Pracht sind jetzt endlich (Wild-)Bienen in wirklich großer Zahl bei ihrer geschäftigen Nahrungssuche zu beobachten. „Unsere besten Bienenweiden im April“ weiterlesen

Unser heimlicher Sänger

Mönchsgrasmücke

Es ist der süßeste Gesang in unserem Garten; der einzige, der mir sogar noch lieber ist als der der Amseln. Aber niemals konnte ich den Sänger ausmachen. Ein kleiner huschender Schatten im dichten Blattwerk, mehr konnte ich nicht erkennen.

Jetzt endlich fand ich heraus, wer sich da in den undurchdringlichsten Stellen unserer Hecke versteckt und seine Lieder trällert. Weit jenseits unseres Gartenzauns bei den Nachbarn saß der kleine Vogel im Baum. Mit bloßem Auge für mich kaum zu erkennen, aber mit maximalem Zoom der Kamera kam dieses Bild heraus und zeigt, wenn ich mich nicht täusche, eine Mönchsgrasmücke.

Die Neuen in unserem Garten

Apfelbeere Nero
Aronia prunifolia „Nero“

Ohne Zweifel liebe ich unseren Garten so, wie er im Moment ist.
Dennoch schwirren mir ständig Pläne durch den Kopf, wie man ihn hier oder da ein wenig umgestalten könnte. Mein liebster solcher Plan beinhaltet einige neue Sträucher, daneben ein schmaler Weg, etliche Stauden und dahinter ein schöner Teich mit vielen Fröschen. Bis wir diesen kleinen Traum realisieren, ist es noch ein langer Weg, aber ein kleiner Schritt ist zumindest schon getan: Die Sträucher, die einmal im Hintergrund des Teichs stehen sollen, sind gepflanzt. Da wären: „Die Neuen in unserem Garten“ weiterlesen