Unser selbstgemachter Balancierbalken

Balancierbalken im Garten

Ein Baum im Garten ist etwas Schönes, doch manchmal muss einer von ihnen leider aus dem Weg geräumt werden. Das ist zwar einerseits schade, doch für so ein Stamm gibt es tausenderlei Verwendungsmöglichkeiten als Deko (und zugleich wertvolles Totholz) im Garten oder als Baumaterial für diverse Bastelarbeiten.

Als wir uns vor einiger Zeit von einem Hartriegel trennen mussten, kam mir gleich eine Idee: Der Stamm war so gerade gewachsen, er bot sich wunderbar als Balancierbalken an. „Unser selbstgemachter Balancierbalken“ weiterlesen

Von Bienen und Wildbienen

Biene an Judasbaum

Der Judasbaum in unserem Garten ist momentan ein Eldorado für Bienen und ihre wilden Verwandten. Die Äste des Baums sind über und über mit rosaroten Blüten bedeckt und unzählige Bienen sind hier unermüdlich am Werk, um daraus reiche Ernte nach Hause in den Stock zu tragen. Das Summen ihrer Flügel ist von weit her zu hören und ihre Pollenhöschen sind voll mit ihrer goldgelben Beute.

Eine Etage tiefer sind die Wildbienen fleißig: Vor Jahren starb einer der beiden Stämme des Judasbaumes ab. Wir haben ihn damals aber nicht entfernt, sondern nur mannshoch gekappt. Das Totholz wurde daraufhin schnell von Insekten besiedelt, die es durchlöcherten. Das lockte erst Buntspechte an und nun werden die Gänge von Wildbienen als Bruthöhlen benutzt. Derzeit schwirren verschiedene Arten zwischen den Öffnungen hin und her, um zu prüfen und zu bauen. Der alte Baumstamm ist also sozusagen ein Wildbienenhaus, das sich die Natur selbst gebaut hat.

Wildbienen an Bruthöhlen

Es lebe das Totholz!

baumpilze

Das milde Wetter der letzten Tage hat mich natürlich in den Garten gelockt. Und da sah ich nicht nur die ersten Frühlingsblumen zaghaft austreiben, sondern auch das eifrige Wachstum der Baumpilze am Totholz.

Vor Jahren habe ich angefangen, mehr und mehr Holz als Biotope in den Garten zu integrieren: Erst eine große dicke Baumscheibe, dann hier ein Stück Stamm und da eines, danach kleinere, lose Stapel und dazu noch Äste und Stämme als Beeteinfassungen.

Seitdem beobachte ich und bin immer wieder fasziniert von der unheimlich vielfältigen und großartigen Lebendigkeit, die im sogenannten Totholz steckt: Pilze, Moose, Käfer, Wildbienen und mehr tummeln sich darin. Die tierischen Bewohner halten sich zwar meist gut versteckt, die „Schwammerl“ wachsen jedoch gut sichtbar daraus hervor. Ihre Farben und Formen wirken bizarr und fremdartig, aber ich mag sie trotzdem – oder genau deswegen. Denn warum sollte man Schönheit nur in großen, bunten Blüten suchen?